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Textildermatitis verstehen

Textildermatitis

Wie deine Kleidung dich krank machen kann

In diesem Blog erklären wir, was Textildermatitis ist und was du dagegen tun kannst, wenn du davon betroffen bist. Wir untersuchen weiter die ökologischen und ethischen Auswirkungen der Textilproduktion.

Was ist Textildermatitis? Textildermatitis ist eine Hauterkrankung, die durch den Kontakt mit bestimmten synthetischen Stoffen ausgelöst wird und seit Jahrzehnten ein bekanntes medizinisches Problem darstellt. Wenn deine Haut Plastikstoffe berührt, wie Polyester oder Nylon kann es zur Bildung von Blasen oder juckendem Kratzen kommen. Aber welche Inhaltsstoffe verursachen tatsächlich Textildermatitis – lasst uns die Geschichte davon erforschen.

Die Anfänge der textilen Kontaktdermatitis

Die Industrialisierung der Stoffproduktion begann im frühen 20. Jahrhundert. Dabei wurden Stoffveredelungen eingeführt, um die Textilien knitterfrei zu machen. Um dies zu erreichen, wurden Chemikalien wie Formaldehydharze auf den Stoff aufgetragen.

Bei diesem Verfahren wurden synthetische Farbstoffe eingeführt, um den Stoff zu färben. Dazu gehören viele Schritte wie Vorbehandlung, Bleichen, Karbonisieren und Mercerisieren, bei denen Chemikalien zum Einsatz kommen. Werden die Textilien bei der Herstellung nicht ausreichend gespült, kann es zu Hautreizungen durch den Stoff kommen. Gleiches gilt für Veredelungen und Beschichtungen. Bei all diesen Schritten werden Chemikalien verwendet, die Reizungen hervorrufen können.

Umwelt- und ethische Auswirkungen

Bei der Stoffproduktion werden fast 8000 Chemikalien verwendet. Obwohl es Initiativen gibt, diese Chemikalien zu reduzieren, sind Arbeitnehmer ihnen immer noch ausgesetzt. Sie können diesen sowie Textilstaub direkt einatmen, was zu gesundheitlichen Problemen wie Hautsymptomen, Asthma und sogar Krebs führen kann. Dies geschieht insbesondere in Indien, Bangladesch, den Philippinen und Ägypten.

Neben der Sorge um die Sicherheit der Arbeitnehmer gibt es auch die Auswirkungen auf die Umwelt. Oft werden diese Chemikalien durch die Stoffe ins Grundwasser abgegeben, anstatt sie zu recyceln. Das macht auch die Einheimischen krank.

Textile Dermatitis Skin

Lösungen für Textildermatitis

Was kann man also gegen Textildermatitis tun? Der beste Weg, dies zu verhindern, besteht darin, auf das Tragen von Plastikkleidung wie Polyester oder Nylon zu verzichten. Diese Stoffe werden mit vielen Chemikalien behandelt. Zweitens kannst du auf Zertifikate wie OEKO TEX achten, die den Stoff gegen über 300 Chemikalien testen. Drittens solltest du auf natürliche Kleidung wie Bio-Baumwolle, Tencel-Lyocell oder Hanf umsteigen. Grundsätzlich ist alles, was aus Biomasse hergestellt wird, weniger schädlich für den Körper und die Umwelt.

Vergiss jedoch nicht, die Verpflichtung des Etiketts zur Gewährleistung nachhaltiger und ethischer Standards im gesamten Herstellungsprozess zu prüfen. Je transparenter eine Marke ist, desto mehr sieht man ihre Aktionen. Beispielsweise wird bei einer Produktion in China oder im Ausland statt in Europa meist weder auf die Sicherheit der Arbeitnehmer geachtet noch auf die Reduzierung des Chemikalieneinsatzes geachtet, da die Produkte in Massenproduktion hergestellt und mit vielen Chemikalien behandelt werden.